Sofakissen mit Hotelverschluss

Da sich unser altes Sofa leider in seine einzelnen Bestandteile auflöste, mussten wir ein neues kaufen. Beim Sofa aussuchen ging mir schon das Herz auf. Aber wo noch mehr Herzblut drin steckte war die Auswahl des richtigen Stoffes für die Sofakissen passend zum Sofa <3 Durch Zufall hatte ich bei einem Ausverkauf eines Online-Händlers einen tollen Dekostoff gefunden. Dieser sollte aus dem Programm genommen werden, der Lagerbestand war noch recht hoch. Anscheind wollte ihn niemand haben. Ich hab mich auf Anhieb verliebt und meinen Mann konnte ich auch recht schnell überzeugen. Also fix bestellt und nachdem der Postbote geschellt hat, ging es auch schon ans nähen. Die Kissen haben einen Hotelverschluss. Die Öffnung habe ich dabei an eine Seite gelegt, sodass sie immer unten ist. Hatte erst noch überlegt das ganze mit 1-2 KamSnaps zu schließen, aber der Stoff fällt auch so ganz toll.

Wie habe ich die Kissen gemacht?

Pro Kissen habe ich mir einen Stoffstreifen in 52cm x 120cm zugeschnitten. Die Seiten habe ich jeweils versäubert, da Webware schnell aufribbelt. An den beiden kurzen Seiten habe ich jeweils einen 1,5cm breiten Saum umgeschlagen. Dann habe ich den Stoff ausgebreitet mit der rechten Seite nach oben vor mich gelegt. Nun schlägt man die eine kurze Seite 50cm rechts auf rechts ein. Dies ist später der sichtbare Stoff. Danach schlägt man die andere kurze Seite ein, sodass dieses Stoffende oben auf liegt. Dies ist später das Stück, das im Kissen verschwindet. Jetzt müssen nur noch die beiden offenen Seitenkanten mit einem Stepstich (hier 1cm NZ) geschlossen werden.  Kissenhülle wenden, fertig 🙂 Die Kissenhülle hat jetzt ein Fertigmaß von 50cm x 50cm.

kleine Tasche für den Einkaufswagen-Chip

Huhu zusammen,

wir wollen demnächst zum Grillen einladen und haben überlegt, wie wir die Einladung dazu gestalten können. Eine einfache Textnachricht oder ein Anruf war uns zu langweilig. Wir wollten die Einladung irgendwie besonders verpacken. Da kam mir die Idee mit den kleinen Taschen für einen Einkauswagen-Chip oder für den Not-Euro. So etwas kann doch (fast) jeder gebrauchen. Das Täschchen habe ich mir selbst zurecht gebastelt. Dazu habe ich einfach zwei lange Rechtecke zugeschnitten und die Stoffe rechts auf rechts zusammen genäht. Das ganze wenden und wie einen Brief zusammen falten. Die Seiten links und rechts habe ich dabei zusammengenäht und den Deckel einfach umgeklappt und mit einem Kam Snap fixiert. Schlüsselring dran, Einladung rein – fertig.

Chip

Baby-Schlafsack mit seitlichem Reißverschluss

Mein neuestes Projekt war dieser Schlafsack. Im Geschäft kann man für Baby-Schlafsäcke ein heiden Geld ausgeben und auf Flohmärkten habe ich auch noch nicht das super schöne Teil gefunden. Also: selber machen. Ich habe mir dazu einfach einen Schlafsack genommen, der zur Zeit ganz gut passt und diesen abgemalt. Aber sicherlich lässt sich ein Schlafsack auch ganz ohne Vorlage gut meistern. Da unsere Mini mittlerweile so groß ist, dass eine halbierte Stoffbreite für den Schlafsack nicht mehr ausreicht, habe ich das Brustteil mit einem zweiten Stoff ergänzt. Die Naht habe mit einem süßen Webband überdeckt. Man sagt, die ideale Länge für einen Schlafsack ist die Körperlänge ./. Kopf + 15cm. So könnt ihr euch individuell orientieren. Der Stoffbruch ist bei mir also das Fußende. Da es jetzt allmälig wärmer wird, habe ich einen dünnen Sweat gekauft und nehme diesen nur einfach. Wem das zu dünn ist, der kann z.B. die Außenseite zusätzlich mit einem Baumwollstoff vernähen. Aber bitte nicht zu dick für die warme Jahreszeit, damit die Kleinen nicht überhitzen. Als Reißverschluss habe ich einen teilbaren in 60 cm Länge gewählt. Dieser hat einen Anfangs- und Endstopper und der Zipper geht nicht flöten. Ich habe den Reißverschluss so eingenäht, dass man ihn unter dem Arm schließt und dann bis zum Fußende zu ziehen kann. Wenn euer Reißverschluss zu lang ist, könnt ihr ihn am Fußende noch etwas um die Ecke ziehen, dann müsst ihr ihn nicht abschneiden. Die andere Seite des Schlafsackes wird einfach mit der Overlock oder einem anderen zum Stoff passenden Stich vernäht. Da ich nur eine Stofflage habe, muss ich den Schlafsack im übrigen mit Schrägband einfassen, damit der Stoff nicht aufribbelt. Mit einem farblich abgestimmten, selbst hergestellten Schrägband sieht das ganze dann auch noch schick aus. Zusätzlich zum Reißverschluss wird der Schlafsack über den Schultern mit Druckknöpfen verschlossen. Ich habe die Druckknöpfe etwas mit Baumwollstoff unterfüttert, damit der Sweat beim Öffnen der Knöpfe nicht ausreißt. Für den nächsten Schlafsack werde ich die Vorder- und Hinterlaschen an den Rundungen sicher beidseitig mit Baumwollstoff umnähen. Das sieht dann sicher etwas schicker aus 😉

Schlafsack1     Schlafsack3

Schlafsack2

 

Schnuffeltuch für die Sinne

Von einer Freundin habe ich eine Tüte voll Stoffreste bekommen. Die Oberflächen waren alle so unterschiedlich, dass ich davon für unsere Mini ein Schnuffeltuch zum Fühlen nähen wollte. Unsere Mini liebt Wäscheetiketten und Stoffzipfel über alles, sodass das Schnuffeltuch das ideale Spielzeug sein muss.

UND SO GEHT’S:
Zuerst habe ich einen Baumwollstoff und einen Sweat in der Größe 31,5 x 31,5 cm zugeschnitten. Den Baumwollstoff habe ich zusätzlich mit ihrem Namen bestickt. Dann habe ich aus den unterschiedlichen Stoffen, Gurtbändern, Zackenlitzen und Webband verschiedene Stoffzipfel genäht. Die Stoffzipfel können dabei in der Länge und Breite variieren. Die Stoffzipfel habe ich links auf links an drei Seiten zusammen genäht und anschließend gewendet. Für das Leder erschien mir das allerdings unmöglich. Daher habe ich den Stoffzipfel einfach links auf links knappkantig abgesteppt. Die einzelnen Stoffzipfel habe ich zuerst in die gewünschten Reihenfolge gelegt. Weil die Stoffe doch teilweise sehr dick sind, schien es unmöglich alle gleichzeitig festzustecken. Also habe ich sie jeweils seitenweise eingelegt und festgenäht. Dazu habe ich mir ein Quadrat mit der rechten Seite nach oben gelegt, dann für erste Seite die Stoffzipfel mit der offenen Seite bündig an die Stoffkante des Quadrates angelegt (die Stoffzipel-Spitzen zeigen dabei zur Quadratmitte), danach das zweite Quadrat mit der rechten Seite auf die Stoffzipfel gelegt und anschließend die erste Seite mit einem Geradstich vernäht. Dann werden die Stoffzipfel der zweiten Seite zwischen die Quadrate gelegt und festgenäht. Das gleiche macht ihr mit der dritten und vierten Seite. Wichtig: Ihr benötigt eine Wendeöffnung von ca. 5 cm. Diese dürft ihr nicht zu nähen. Sind alle Seiten bis auf die Wendeöffnung verschlossen, kann das Schnuffeltuch auf rechts gewendet werden. Um die Wendeöffnung zu schließen, habe ich das Schnuffeltuch am Rand knappkantig abgesteppt.

Schnuffeltuch1

Baby-Handtuch mit Schlupf-Kaputze

Ich muss zugeben, dieses Handtuch hatte ich noch in der Schwangerschaft genäht. Aber irgendwie war nie die Gelegenheit es online zu packen. Zumal als die Mini dann da war, das Handtuch zweckentfremdet wurde 😀

Als ich das Handtuch genäht habe, hatte ich noch kein anderes Baby-Handtuch zu Hause und habe mich im Internet schlau gemacht. Ich hatte genug Frottee-Stoff eingekauft und wollte, dass die Mini das Handtuch lange Zeit nutzen kann. Also entschied ich mich für eine Seitenlänge von 1,0m x 1,0m. Mittlerweile weiß ich, dass das viel zu groß ist. Ca. 0,75m x 0,75m hätten es auch getan. Da die Mini am Anfang so mini war, wirkte sie in dem Handtuch völlig verloren und ich habe das Handtuch als Deckchen in den Laufstall gelegt. Da liegt es noch heute, weil es so schön kontrastreich ist und die Mini eh so viel sabbert 😉 Wenn sie ein bisschen größer ist, wird es wohl wirklich mal als Handtuch genutzt.

UND SO WIRD’S GEMACHT:

Ein Baby-Handtuch ist ganz einfach zu nähen. Ihr könnt es aus einem Stoff oder mehreren nähen, wie es euch gefällt. Ich habe das Handtuch nur einschichtig genäht und deshalb auch alles aus einem Stoff genäht. Die Schlupf-Kaputze habe ich aber farblich abgesetzt. Schneidet euch aus dem Stoff ein Rechteck, Größe wie es euch beliebt 😉 Dann schneidet ihr aus einem weiteren Stoff ein Dreieck, die gleichschenkeligen Seiten können dabei auch in der Länge variieren. Je länger, desto größer die Schlupf-Kaputze. Ich habe ca. 0,35cm genommen. Dann benötigt ihr für die Umrandung Schrägband. Dieses könnt ihr euch fertig kaufen oder individuell mit dem Schrägbandformer selbst herstellen. Ihr benötigt 4 x die Seitenlänge des Handtuchs und 1 x die lange Seite der Schlupf-Kaputze. Näht zuerst das Schrägband an das Dreieck. Anschließend legt ihr die Schlupf-Kaputze mit der Innenseite auf die Außenseite des Handtuchs. Zur Hilfe könnt ihr euch die Schlupf-Kaputze am Handtuch feststecken oder festnähen. Anschließend näht ihr das Schrägband um das Handtuch herum und fasst automatisch die Schlupf-Kaputze mit ein. Fertig.

Nun könntet ihr euer Handtuch noch verzieren, wenn ihr mögt. Z.B. könntet ihr das Handtuch besticken oder auf den Rücken etwas aufbügeln oder aufnähen. Viel Spaß!

Handtuch1

Handtuch2

Kleiner Tipp: Baby-Handtücher sind super schnell gemacht und ein wirklich tolles Geschenk zur Geburt. Ich habe festgestellt, Handtücher kann man nie genug haben 😉

Aus den Frottee-Resten hatte ich übrigens die Schlabber-Lätzchen genäht, weil Frottee so schön saugfähig ist.

Lecker-Lätzchen für Babys und Kleinkinder *kostenloses E-Book + Schnittmuster*

Hallo ihr Lieben,

nach einer kurzen Lernphase bin ich wieder zurück. Diesmal mit meinem ersten E-Book und Schnittmuster für euch. Für unsere kleine Maus habe ich ein paar Halstücher zum Sabbern genäht. Das schont die Kleidung und geht deutlich schneller zu wechseln als die ganze Oberbekleidung 😉 Das E-Book ist unserer kleinen Lecker-Maus gewidmet, daher auch der Name Lecker-Lätzchen. Ich befürchte, dass „lecker lecker lecker“ das erste Wort sein wird 😀

Leckerlaetzchen1

Das ist das Lecker-Lätzchen. Einfach und schnell zu nähen. Auch Stoffreste können hier super verwendet werden.

Ihr benötigt:

  • Zwei verschiedene Jersey-Stoffe in den Maßen von jeweils 25-30 cm x 150 cm (reicht für insgesamt 6 Lecker-Lätzchen)
  • Pro Lecker-Lätzchen ein Paar Klettverschlüsse in den Maßen 2,5 cm x 2 cm
  • Wahlweise Etiketten, Bordüren, Rüschen, etc.
  • Stift / Marker
  • Schneidroller / Schere
  • Ecken- und Kantenformer

Und so geht’s:

  • Drucke dir das Schnittmuster ohne Seitenanpassung aus. Vergleiche, ob das Kontrollkästchen tatsächlich 5 cm x 5 cm auf deinem Ausdruck entspricht.
  • Lege das Schnittmuster im Stoffbruch deines Stoffes an und übertrage den Schnitt auf den Stoff. Lege das Schnittmuster dabei platzsparend auf den Stoff, damit du über die gesamte Breite des Stoffes 6 Lecker-Lätzchen bekommst. Falls du Musterstoff verwendest, achte darauf, dass das Muster nachher nicht Kopf steht.
  • Schneide deine Lecker-Lätzchen aus.
  • Überlege dir nun, wie du die Stoffe miteinander kombinieren möchtest, z.B. nur ein Stoff, jeweils einen Stoff für die Vorder- und Rückseite oder jeweils vorne und hinten beide Stoffe.
  • Als nächstes legst du deine Lecker-Lätzchen rechts auf rechts. Falls du Verzierungen wie Etiketten, Bordüren oder Rüschen verwenden willst, musst du diese entsprechend zwischen die rechten Seiten nach innen zeigend einlegen (so, dass man diese von außen nicht mehr sehen kann). Dann nähst du mit der Overlock, einem Overlock-Stich oder einem Stretch-Stich einmal um das Lecker-Lätzchen herum. Eine kleine Öffnung von ca. 5 cm sollte dabei als Wendeöffnung offen bleiben.
  • Durch die Wendeöffnung stülpst du alles nach außen. Mit einem Ecken- und Kantenformer kannst du von innen die Nähte schön rausarbeiten.
  • Als nächstes steppst du das Lecker-Lätzchen rundherum knappkantig ab. Damit wird automatisch die Wendeöffnung geschlossen.
  • Nun kommt der letzte Schritt. Schneide das Klettband zurecht. Ich habe die spitzen Ecken des Klettbandes etwas rund geschnitten, damit es nicht piekst, wenn das Lecker-Lätzchen mal nicht mehr hundertprozentig verschlossen ist.
  • Das Klettband kommt jeweils in die rechte Ecke einer Seite. Dabei solltest du einen Abstand zur Ecke von ca. 2,5 cm einhalten. Achte darauf, dass du eine pieksige und eine flauschige Seite des Klettverschlusses vernähst.
  • Alternativ könnten auch Jersey-Druckköpfe oder Kamsnaps zum Verschließen verwendet werden. Für Babys, die doch noch einige Zeit auf dem Rücken liegen, halte ich das für ungünstig, da gerade Kamsnaps geschlossen eine gewisse Dicke haben, die unangenehm im Nacken drücken können. Für ältere Kinder ist das aber sicher kein Problem.

Jetzt sind deine Lecker-Lätzchen fertig!

Wenn du magst, kannst du gerne deine Kreationen als Kommentar hinzufügen. Verweise dazu bitte auf deinen Blog. Ich würde mich freuen, wenn du bei einer Veröffentlichung in deinem Blog auf meine Anleitung verlinkst. Nach einer kurzen Prüfung gebe ich den Beitrag dann frei. Alternativ kannst du mir auch ein Foto schicken und ich lade es dann hoch.

Lecker-Lätzchen E-Book (gratis)

Lecker-Lätzchen Schnittmuster (gratis)

Leckerlaetzchen2

Leckerlaetzchen3

DIY – Last Minute Weihnachtsgeschenk

Guten Abend,

das Weihnachtsfest rückt immer näher und der ein oder andere hat noch keine Idee, was er zu Weihnachten verschenken soll? Dann habe ich die Idee für euch, zumindest die Verpackung dafür 😉 Ich habe für die Lieben ein paar Weihnachtsbeutel genäht, in denen ich die kleinen Geschenke verstaue. Gefüllt mit etwas Schokolade, Gutscheinen und Geld ist das traditionelle „Flachgeschenk“ gleich ein Hingucker.

Ihr benötigt:

  • verschiedene Baumwollstoffe
  • ggf. Bügelvlies oder ein anderes Füllmaterial

Ihr könnt eure Beutel so groß gestalten, wie ihr es benötigt. Meine Beutel waren aufgrund des vorhandenen Stoffes auf eine Länge von 57 cm und Breite von 20 cm begrenzt. In den Beutel passt aber ideal eine Weihnachtskarte in der Größe 13 x 18 cm.

Schneidet euch je einen Streifen als Innen- und Außenstoff des Beutels. Falls ihr euren Beutel mit Bügelvlies o. ä. verstärken wollt, müsst ihr daraus einen Streifen schneiden, der genau so groß ist wie der Innen- und Außenstoff. Nun nehmt euch einen Stoffstreifen und legt diesen über die kurze Seite rechts auf rechts und näht an drei Seiten den Stoff zu. Eine kurze Seite muss offen bleiben. Wenn ihr das Bügelvlies verarbeitet, faltet ihr erst den Innenstoff rechts auf rechts und anschließend legt ihr das Bügelvlies auf die linke Seite des Innenstoffs. Das ganze wird dann ebenfalls an drei Seiten zusammen genäht.

DIY_Beutel1

Jetzt nehmt ihr euch den Innenbeutel und wendet ihn, sodass die rechte Seite außen ist. Den Innenbeutel steckt ihr jetzt in den Außenbeutel, sodass die rechten Seiten der Stoffe aufeinander liegen.

DIY_Beutel2

Vernäht nun die offenen Seiten beider Stoffe (bzw. mit Bügelvlies). Lasst euch aber ein Stück von ca. 3-4 cm offen. Dieses Stück dient gleich als Wendeöffnung.

DIY_Beutel3

Durch die Wendeöffnung zieht ihr nun den ganzen Beutel auf rechts. Falls ihr die Wendeöffnung zu klein gelassen habt, seid etwas vorsichtig, damit der Stoff nicht reißt. Evtl. könnt ihr ein paar Nahtstiche auch wieder öffnen. Wenn ihr die Stoffe gewendet habt, arbeitet ihr die Ecken heraus und stopft den Innenbeutel in den Außenbeutel. Die Wendeöffnung könnt ihr ganz einfach schließen, in dem ihr den Beutel einmal rundherum knappkantig absteppt.

DIY_Beutel4

Damit man auch den Innenstoff ganz gut sehen kann, könnt ihr euren Beutel an der Öffnung noch einige Zentimeter umschlagen. Fertig ist der Geschenkebel 🙂

DIY_Beutel5

DIY_Beutel6

Kleiner Tipp: Die Beutel lassen sich natürlich in der Größe auch anderweitig verwenden, z.B. als Beutel für ein Kühlpack bei kleinen Wehwehchen 🙂 Ergänz werden könnte der Beutel z.B. auch durch ein Schleifenband, eine Kordel, Druckknöpfe oder ähnliches. In etwas größerer Ausführung kann man auch einen Tragebeutel draus gestalten. Frohe Weihnachten 🙂

DIY – Hülle für Karten zur Hochzeit, Geburtstag, Weihnachten, Valentinstag, …

Hallo ihr Lieben,

ich hatte neulich so eine Idee. Ich wollte zur Hochzeit von unseren Freunden eine besondere Karte schenken. Aber im Geschäft findet man so etwas sicher nicht. Also habe ich mich an die Nähmaschine gesetzt und mir eine einzigartige Hülle für eine Hochzeitskarte gestaltet.

Ihr benötigt dafür:

  • eine Pappkarte ohne Aufdruck (z.B. aus dem Bastelladen)
  • Dekor, z.B. Geschenkband, Schleifenband, Aufnäher, Pailletten,… was euch gefällt
  • verschiedene Stoffe für die Hülle außen, innen und die Einstecktaschen
  • das übliche: Nähmaschine, Garn, Schere, Lineal, Stift

Ausschlaggebend für die Größe der Hülle ist die Karte. Schneidet den Stoff in der Breite 2cm länger als die Karte breit ist zzgl. Nahtzugabe (NZ). In der Höhe reicht 1cm länger + NZ. Wenn ihr mehrere Stoffe zusammen nähen wollt, wie in meinem Beispiel, müsst ihr den Stoff um die entsprechenden NZ vergrößern. In meinem Beispiel habe ich eine Innen- und Außenseite genäht, damit die Hülle auch von Innen hübsch aussieht. Ich habe jede Seite aus zwei verschiedenen Stoffen zusammen genäht. Für die Einstecktaschen in der Innenseite habe ich einen dritten Stoff gewählt. Um die Naht an der Außenseite zu verdecken, habe ich ein festliches Dekorband aus dem Bastelladen gekauft. Nun näht die ersten Teile zusammen:

DIY_Karte1

Als nächstes bearbeite ich die Vorderseite und nähe das Dekorband auf. Dazu lege ich das Muster so, dass es gut passt und lasse links und rechts genügend Band überstehen. Dieses nähe ich anschließend auch um die Einstecktaschen herum. Hätte ich die Fuddelarbeit vorher vor Augen gehabt, hätte ich das wahrscheinlich nicht mehr gemacht 😉
Die Einstecklaschen habe ich auf der Außenseite festgenäht, damit man nach der Wendung die Naht nicht sieht. Die offene Seite des Stoffes zeigt dabei jeweils nach Außen. Das Dekorband habe ich zwischen Außenseite und Einstecklasche gefrimmelt und nochmals um die Einstecktaschen gelegt.

DIY_Karte2

Als nächstes habe ich mir überlegt, die Karte zu personalisieren. Meine Nähmaschine verfügt über Stickstiche, unter anderem auch über Frei-Hand-Sticken. Das habe ich vorher schon mal ausprobiert. Ich empfehle euch dazu den Text mit einem Trickmarker oder ähnliches vorzuschreiben. Ich habe kein spezielles Stickpapier. Daher habe ich einfach zwischen zwei Stofflagen ein Stück Butterbrotpapier gelegt. Die untere Stofflage war nötig, weil der Stoff so dünn war, dass sich durch das Sticken beim ersten Versuch Löcher gebildet haben. Bei einem dickeren Stoff könnte das ggf. überflüssig sein. Anschließend habe ich das Namensschild passend auf die Vorderseite aufgenäht und danach die Innenseite mit der Außenseite vernäht. Dazu legt ihr beide Seiten rechts auf rechts und näht, bis auf eine Wendeöffnung, rundherum. Jetzt das ganze wenden und beide Stofflagen knappkantig absteppen, so lässt sich auch automatisch die Wendeöffnung schließen.

DIY_Karte3

Jetzt noch alles schön zurecht zuppeln und die Karte einstecken. Ich empfehle, die Karte vorher noch nicht zu beschriften, für den Fall, dass die Hülle doch kleiner wird, als erwartet (wie in meinem Fall 😀 ). Dann noch die Karte entsprechend anpassen. Diese Karte kann man auch gut als Geldgeschenk-Karte nutzen. Dafür kann man fertige Mini-Briefumschläge im Laden kaufen oder sich schnell selbst einen falten und auf die linke Seite kleben.

DIY_Karte4

Und so sieht die fertige Hochzeitskarte von mir aus:

DIY_Karte5

Diese Hülle ist ein echtes Unikat. Heike und Knut haben sich sehr gefreut und gefragt, ob sie die Karte aufhängen dürfen 🙂
Statt zur Hochzeit kann man so eine Hülle auch für viele andere Anlässe gestalten, z.B. für Weihnachten, Valentinstag, Geburtstag, Geburt, … Lasst eurer Kreativität freien Lauf. Gerne könnt ihr mir auch Bilder eurer Karten schicken oder als Kommentar beifügen.

 

DIY – Advent, Advent, Adventskalender selbst gemacht

Guten Abend ihr Lieben,

heute möchte ich euch meine Anleitung zu einem DIY-Adventskalender zeigen.

DIY_Adventskalender1

Ich habe mich für eine Mischung aus verschiedenen Stoffen für meinen Adventskalender entschieden. Dabei gibt es Stoffe, die ich in zwei Teile aufgrund des Musterverlaufs schneiden muss und Stoffe, die ich als ein Stück schneiden kann. Die Rechtecke habe ich mit meinen Patchwork-Linealen vermessen und mit dem Rollschneider geschnitten. In den angegebenen Maßen ist jeweils 1 cm Nahtzugabe einkalkuliert.

DIY_Adventskalender2

Die Kordeln habe ich selbst hergestellt, da ich im Laden nichts zufrieden stellendes gefunden habe. Dazu habe ich mir zwei verschieden farbige Strickwollknäuel ausgesucht. Für eine Kordel, die am Ende 20 cm lang ist, braucht man ca. 60 cm Faden. Den Faden haben wir zu zweit von beiden Seiten jeweils in eine Richtung gedreht, sodass sich der Faden von allein verzwirbelt, wenn man ihn in der Hälfte zusammen nimmt.

Nun geht’s an die Stoffe. Damit ich eine schöne Abschlusskante bekommen, habe ich die Oberkanten jeweils zwei Mal um ca. 1,3-1,5 cm eingeschlagen und mit einem Abstand von einem Zentimeter abgesteppt. Wenn man den Stoff nur umbügelt, finde ich es zu schlabberig.

DIY_Adventskalender3     DIY_Adventskalender4

Jetzt näht ihr den Filzkreis, oder für welche Form ihr euch entschieden habt, auf den Stoff, der eure Vorderseite werden soll. Alternativ könnt ihr den Filz mit Bügelvlies befestigen. Ich habe meine Kreise dabei immer etwas am Muster orientiert, sodass kein Säckchen dem anderen gleicht. Dann nehmt ihr euch die Rückseite und die Kordel vor. Legt die Kordel über die kurze Seite des Stoffes etwas unterhalb der Oberkante an. Den Abstand könnt ihr nach Belieben wählen. Ich habe mich für ca. 3,5 cm Abstand entschieden. Am einfachsten ist es, wenn ihr die Kordel mit dem Zickzack-Stich vernäht. Dabei näht ihr der Kordel entlang ein paar Mal vor und zurück auf ca. 1 cm Länge.

DIY_Adventskalender5

Nun könnt ihr die Vorder- mit der Rückseite vernähen. Die Kordel solltet ihr nach oben wegdrehen, damit ihr sie nicht mit einnäht. Legt eure Stoffe rechts auf rechts und vernäht beide Stoffe an zwei (bei einem Stück Stoff) bzw. drei Seiten (bei zwei Stoffen). Überstehende Nahtzugabe könnt ihr bei Bedarf zurückschneiden.

DIY_Adventskalender6

Den nachfolgenden Schritt muss man nicht machen, kann man aber. Jetzt wollen wir dem Säckchen etwas mehr Tiefe verleihen und werden einen Boden abnähen. Dazu nehmt ihr eine Ecke und zieht die Stoffe so auseinander, dass ihr anschließend die Seitennaht bündig auf die Bodennaht legen könnt. Damit ihr wisst, dass beide Nähte übereinander liegen, könnt ihr die Nähte zwischen zwei Fingern reiben. Ihr merkt schon, wenn es sich richtig anfühlt.

DIY_Adventskalender7

Entweder ihr zeichnet euch jetzt einen Abstand von der ursprünglichen Ecke an, anhand dessen ihr diese abnähen wollt oder ihr legt wie ich die Ecke einfach an der Skala auf eurer Nähmaschine an. Ich habe mich für einen Abstand von einem Zentimeter ab der Ecknaht entschieden. Anschließend die überstehende Ecke zurückschneiden. Vorgang für die zweite Ecke wiederholen.

DIY_Adventskalender8     DIY_Adventskalender9

Jetzt kommt der schönste Moment, ihr könnt das Säckchen wenden. Noch schnell die Ecken im Boden ausformen und – fast fertig.

DIY_Adventskalender10     DIY_Adventskalender11

Zum Schluss müssen die Säckchen noch durchnummeriert werden. Dazu habe ich mir tolle Effektstifte in weihnachtlichen Farben ausgesucht.

DIY_Adventskalender12     DIY_Adventskalender13

Fertig 🙂

Kleiner Tipp zum Schluss: wenn ihr die Säckchen in der Größe variiert, kann man sie sicher prima als Geschenksäckchen verwenden 😉 Frohes Gelingen.

DIY Weihnachtskissen – Teil 2

Hallo ihr Lieben,

zum Wochenendausklang möchte ich mich nochmals kurz melden. Ich habe heute das Weihnachtskissen fertig gestellt. Und so ging es weiter:

 

Zuerst hatte ich mir überlegt, wie ich die Rückseite gestalten möchte. Da die Vorderseite wild zusammen genäht ist, soll die Rückseite eher schlicht und gleichmäßig gestaltet werden.

pwkissen5

pwkissen6

Das Kissen möchte ich mit einem Reißverschluss verschließen. Dazu verwende ich Endlosreißverschluss. Bitte schneidet ihn ein paar Zentimeter länger als euer Kissen breit ist. Um den Zipper an den Reißverschluss anzubringen, schneidet ihr an einer Seite ein paar Zähne aus. Mit der runden Seite voran schiebt ihr den Zipper zuerst auf die längerer Seite der Zähne und fädelt anschließend die kürzere Seite der Zähne ein. Dies erfordert anfangs sicher etwas Übung. Aber ihr habt den Dreh bestimmt schnell raus.

pwkissen7

Nun nehmt ihr euch die erste Seite eures Kissens und legt die rechte Seite des Reißverschlusses auf die rechte Seite des Kissens bündig an. Links und rechts sollte jetzt der Reißverschluss etwas überstehen. Steckt beide Lagen gut fest.

pwkissen9

Jetzt wählt ein Garn in der Farbe des Reißverschlusses. Zumindest an der Unterseite kann man die Farbe später sehen.

pwkissen8

Jetzt wird der Reißverschluss festgenäht. Falls ihr einen Reißverschluss-Nähfuß zur Hand habt, solltet ihr diesen jetzt benutzen, da ihr so recht knappkantig nähen könnt. Außerdem ist der Abstand zu den Zähnen immer gleich groß. Bitte näht den Reißverschluss nicht bis ans Ende des Stoffes fest sondern lasst ca. 2 cm ausstehend.

pwkissen10

Wenn ihr die eine Stoffseite festgenäht habt, klappt ihr die beiden Lagen auf und verfahrt mit dem zweiten Stoff genau so. Falls es auf eurem Musterstoff ein oben und unten gibt, achtet darauf, dass ihr den Stoff an der richtigen Seite mit dem Reißverschluss vernäht. Sonst steht euer Muster ggf. Kopf.

Um an den Reißverschlussenden zu verhindern, dass der Zipper herausfällt, nähen wir einen Stopper auf. Hierzu habe ich einen Stoffstreifen in der Breite des Reißverschlusses mit ca. 8 cm Länge geschnitten. Klappt dazu die kurzen Ende nach innen um und schiebt das eine Ende wie auf dem Bild gezeigt unter die nicht festgenähten Enden. Die andere Seite schlagt ihr um das Ende des Reißverschlusses um und legt es unter den Reißverschluss. Steckt euch das ganze mit ein oder zwei Nadel fest und näht quer über den Reißveschluss den Stopper fest.

pwkissen11     pwkissen12

Das meiste ist nun geschafft. Jetzt legt ihr eure Stoffseiten rechts auf rechts zusammen und steckt beide Lagen fest. Achtet darauf, dass der Reißverschluss mittig sitzt. Näht nun einmal rings herum an den noch offenen Seiten. An den kurzen Seiten zum Reißverschluss hin solltet ihr so nah wie möglich vernähen. Wenn ihr einmal herum sein könnt ihr den Reißverschluss öffnen und das Kissen auf rechts wenden. Formt euch die Ecken schön heraus. Und abschließend noch ein Füllkissen hinein, fertig.

pwkissen15     pwkissen16

Das Wendekissen kommt jetzt auf unsere Couch. Zumindest für die nächsten 2 bis 2,5 Monate. Dann gibt’s hoffentlich ein neues Kissen, passend zur Jahreszeit.

pwkissen17 pwkissen18