Stern-Deckchen in Patchwork-Optik als Geschenk

Guten Abend zusammen,

braucht ihr auch noch ein Last-Minute-Weihnachtsgeschenk? Dann wäre dieses vielleicht auch etwas für euch 😉 Ich habe ein Stern-Deckchen nach Pattydoo genäht. Das ganze als Wendedecke in zwei verschiedenen Farbtönen. Das Deckchen ist ein kleines Weihnachtsgeschenk für unsere Tagesmutter, die sich so liebevoll um unsere Kleine kümmert. Der Stern lässt sich super und ganz fix aus Stoffresten nähen. Kramt einfach alles an kleinen Fitzeln hervor und los geht’s 🙂

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DIY – Hülle für Karten zur Hochzeit, Geburtstag, Weihnachten, Valentinstag, …

Hallo ihr Lieben,

ich hatte neulich so eine Idee. Ich wollte zur Hochzeit von unseren Freunden eine besondere Karte schenken. Aber im Geschäft findet man so etwas sicher nicht. Also habe ich mich an die Nähmaschine gesetzt und mir eine einzigartige Hülle für eine Hochzeitskarte gestaltet.

Ihr benötigt dafür:

  • eine Pappkarte ohne Aufdruck (z.B. aus dem Bastelladen)
  • Dekor, z.B. Geschenkband, Schleifenband, Aufnäher, Pailletten,… was euch gefällt
  • verschiedene Stoffe für die Hülle außen, innen und die Einstecktaschen
  • das übliche: Nähmaschine, Garn, Schere, Lineal, Stift

Ausschlaggebend für die Größe der Hülle ist die Karte. Schneidet den Stoff in der Breite 2cm länger als die Karte breit ist zzgl. Nahtzugabe (NZ). In der Höhe reicht 1cm länger + NZ. Wenn ihr mehrere Stoffe zusammen nähen wollt, wie in meinem Beispiel, müsst ihr den Stoff um die entsprechenden NZ vergrößern. In meinem Beispiel habe ich eine Innen- und Außenseite genäht, damit die Hülle auch von Innen hübsch aussieht. Ich habe jede Seite aus zwei verschiedenen Stoffen zusammen genäht. Für die Einstecktaschen in der Innenseite habe ich einen dritten Stoff gewählt. Um die Naht an der Außenseite zu verdecken, habe ich ein festliches Dekorband aus dem Bastelladen gekauft. Nun näht die ersten Teile zusammen:

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Als nächstes bearbeite ich die Vorderseite und nähe das Dekorband auf. Dazu lege ich das Muster so, dass es gut passt und lasse links und rechts genügend Band überstehen. Dieses nähe ich anschließend auch um die Einstecktaschen herum. Hätte ich die Fuddelarbeit vorher vor Augen gehabt, hätte ich das wahrscheinlich nicht mehr gemacht 😉
Die Einstecklaschen habe ich auf der Außenseite festgenäht, damit man nach der Wendung die Naht nicht sieht. Die offene Seite des Stoffes zeigt dabei jeweils nach Außen. Das Dekorband habe ich zwischen Außenseite und Einstecklasche gefrimmelt und nochmals um die Einstecktaschen gelegt.

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Als nächstes habe ich mir überlegt, die Karte zu personalisieren. Meine Nähmaschine verfügt über Stickstiche, unter anderem auch über Frei-Hand-Sticken. Das habe ich vorher schon mal ausprobiert. Ich empfehle euch dazu den Text mit einem Trickmarker oder ähnliches vorzuschreiben. Ich habe kein spezielles Stickpapier. Daher habe ich einfach zwischen zwei Stofflagen ein Stück Butterbrotpapier gelegt. Die untere Stofflage war nötig, weil der Stoff so dünn war, dass sich durch das Sticken beim ersten Versuch Löcher gebildet haben. Bei einem dickeren Stoff könnte das ggf. überflüssig sein. Anschließend habe ich das Namensschild passend auf die Vorderseite aufgenäht und danach die Innenseite mit der Außenseite vernäht. Dazu legt ihr beide Seiten rechts auf rechts und näht, bis auf eine Wendeöffnung, rundherum. Jetzt das ganze wenden und beide Stofflagen knappkantig absteppen, so lässt sich auch automatisch die Wendeöffnung schließen.

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Jetzt noch alles schön zurecht zuppeln und die Karte einstecken. Ich empfehle, die Karte vorher noch nicht zu beschriften, für den Fall, dass die Hülle doch kleiner wird, als erwartet (wie in meinem Fall 😀 ). Dann noch die Karte entsprechend anpassen. Diese Karte kann man auch gut als Geldgeschenk-Karte nutzen. Dafür kann man fertige Mini-Briefumschläge im Laden kaufen oder sich schnell selbst einen falten und auf die linke Seite kleben.

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Und so sieht die fertige Hochzeitskarte von mir aus:

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Diese Hülle ist ein echtes Unikat. Heike und Knut haben sich sehr gefreut und gefragt, ob sie die Karte aufhängen dürfen 🙂
Statt zur Hochzeit kann man so eine Hülle auch für viele andere Anlässe gestalten, z.B. für Weihnachten, Valentinstag, Geburtstag, Geburt, … Lasst eurer Kreativität freien Lauf. Gerne könnt ihr mir auch Bilder eurer Karten schicken oder als Kommentar beifügen.

 

DIY Weihnachtskissen – Teil 1

Wie eben angekündigt habe ich schon das passende Kissen zum Tischläufer in Angriff genommen.

Ich dachte mir, da ich noch nicht fertig geworden bin, mache ich mal ein DIY Kissen-Post. Als erstes habe ich mir eine Zeichnung im Maßstab 1:2 für dieses 80 x 40 cm Kissen angefertigt. Entsprechend der Muster habe ich mir verschieden große Flächen ausgedacht und diese eingezeichnet. Dann geht’s ans zuschneiden.

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Am besten und genauesten kann man die Rechtecke mit einem Patchwork-Lineal und einem Rollschneider zuschneiden. Zuerst habe ich mir all meine Stoffteile so zusammen gelegt, wie sie später vernäht werden. Dann kann man schon einmal schauen, ob die Stoffe zusammen passen oder ob man noch etwas austauschen möchte.

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Keine Angst, wenn die Teile zusammen gelegt nicht in der Gesamtbreite und -länge übereinstimmen. Aufgrund der Nahtzugabe sind „Spalten“ mit mehreren Teilen natürlich länger als „Spalten“ mit weniger Teilen.

Anhand dieser Zusammenstellung habe ich mich entschieden, die kleinen Elche links unten zwischen den roten Flächen wieder herauszunehmen, da es irgendwie gequetscht und nicht richtig aussieht. Das fertige Ergebnis sieht dann so aus:

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Das war es erst einmal bis hierher. Da ich noch nicht weiß, wie ich die Rückseite der Kissenhülle gestalten möchte, mache ich hier einen Cut. Es geht dann später weiter. Außerdem werde ich euch zeigen, wie der Reißverschluss für das Kissen eingenäht wird. Bis bald 🙂

Patchwork-Decke XL

Mein erstes XL-Projekt

Anfang des Jahres habe ich die Idee für eine schöne große Knuddel-Couch-Decke gehabt. In meinen Vorstellung habe ich an lila und weiß gedacht. Die Decke sollte also zu unserer Couch (Leder in creme, Kissen in lila) passen. Nach einigen Recherchen  im Internet habe ich es als gute Idee betrachtet, spezielles Werkzeug für Patchwork-Arbeiten zu kaufen. Daraufhin habe ich mir einen Rollschneider (45 mm Klinge), diverse Lineale (31,5 x 31,5 cm / 15 x 15 cm / 30 x 15 cm / 15 x 60 cm) und zwei Schneidmatten (45 x 30 cm) besorgt. Die Schneidmatte ist nicht aus dem Fachmarkt, sondern von Tchibo. Als erstes habe ich mir die Größe der einzelnen Quadrate überlegt. Die Größe ergab sich aus der Breite der Polsterwatte. Diese ist 1,60 m breit. Ich habe mir Zeichnungen angefertig mit verschiedenen Quadratgrößen. Letztendlich ist es auf 8 Stück 20 x 20 cm Quadrate hinausgelaufen. In der Länge sind es 10 Quadrate. Als nächstes habe ich mir für 5, 6 und 7 verschieden farbige Stoffe überlegt, welche Menge an Stoff ich benötige und bin ins Geschäft gegangen. Dort habe ich mir wie wild Stoffe zusammengestellt und die nachfolgenden Stoffe mitgenommen. Dann ging es los mit zurecht schneiden. Das war mit die langwierigste Aufgabe von allen. Ganze 80 Quadrate habe ich für meine Decke geschnitten. Nun kommt eine spannende Aufgabe. Die Quadrate werden zusammen gelegt. Dabei kann man der Kreativität freien Lauf lassen. Entweder denkt man sich ein spezielles Muster aus oder sie werden wild gelegt. Da unser Esszimmertisch, den ich zum Nähen nutze, nicht groß genug ist, haben mein Mann und ich spontan auf dem Boden Platz gemacht und wie wild ein Muster zusammengestellt. Und das ist das Ergebnis:

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Danach gehts ans zusammen nähen. Ich habe die Stoffquadrate von einer Seite reihenweise aufgenommen, gestapelt und nummeriert, damit die Reihenfolge nicht durcheinander gerät. Wichtig ist, dass die Quadrate 100%ig geschnitten sind und die Nahtzugabe immer gleich groß ist. Sonst haben die Reihen anschließend beim zusammen nähen einen Versatz. Und dann möchte man ja nicht 😉

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Meine Decke habe ich mit 2 cm Polsterwatte gefüllt und von hinten mit Fleecestoff flauschig weich unterlegt. Die Oberseite habe ich mit rosa Zackenlitze und bunten Patchwork-Knöpfen verziert. Die Knöpfe habe ich durch alle drei Lagen vernäht, damit die Lagen nicht verruddeln. Die Decke hat ihren Stammplatz auf unserer Couch bekommen. Und wir kuscheln jetzt noch öfter 🙂

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