DIY – Hülle für Karten zur Hochzeit, Geburtstag, Weihnachten, Valentinstag, …

Hallo ihr Lieben,

ich hatte neulich so eine Idee. Ich wollte zur Hochzeit von unseren Freunden eine besondere Karte schenken. Aber im Geschäft findet man so etwas sicher nicht. Also habe ich mich an die Nähmaschine gesetzt und mir eine einzigartige Hülle für eine Hochzeitskarte gestaltet.

Ihr benötigt dafür:

  • eine Pappkarte ohne Aufdruck (z.B. aus dem Bastelladen)
  • Dekor, z.B. Geschenkband, Schleifenband, Aufnäher, Pailletten,… was euch gefällt
  • verschiedene Stoffe für die Hülle außen, innen und die Einstecktaschen
  • das übliche: Nähmaschine, Garn, Schere, Lineal, Stift

Ausschlaggebend für die Größe der Hülle ist die Karte. Schneidet den Stoff in der Breite 2cm länger als die Karte breit ist zzgl. Nahtzugabe (NZ). In der Höhe reicht 1cm länger + NZ. Wenn ihr mehrere Stoffe zusammen nähen wollt, wie in meinem Beispiel, müsst ihr den Stoff um die entsprechenden NZ vergrößern. In meinem Beispiel habe ich eine Innen- und Außenseite genäht, damit die Hülle auch von Innen hübsch aussieht. Ich habe jede Seite aus zwei verschiedenen Stoffen zusammen genäht. Für die Einstecktaschen in der Innenseite habe ich einen dritten Stoff gewählt. Um die Naht an der Außenseite zu verdecken, habe ich ein festliches Dekorband aus dem Bastelladen gekauft. Nun näht die ersten Teile zusammen:

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Als nächstes bearbeite ich die Vorderseite und nähe das Dekorband auf. Dazu lege ich das Muster so, dass es gut passt und lasse links und rechts genügend Band überstehen. Dieses nähe ich anschließend auch um die Einstecktaschen herum. Hätte ich die Fuddelarbeit vorher vor Augen gehabt, hätte ich das wahrscheinlich nicht mehr gemacht 😉
Die Einstecklaschen habe ich auf der Außenseite festgenäht, damit man nach der Wendung die Naht nicht sieht. Die offene Seite des Stoffes zeigt dabei jeweils nach Außen. Das Dekorband habe ich zwischen Außenseite und Einstecklasche gefrimmelt und nochmals um die Einstecktaschen gelegt.

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Als nächstes habe ich mir überlegt, die Karte zu personalisieren. Meine Nähmaschine verfügt über Stickstiche, unter anderem auch über Frei-Hand-Sticken. Das habe ich vorher schon mal ausprobiert. Ich empfehle euch dazu den Text mit einem Trickmarker oder ähnliches vorzuschreiben. Ich habe kein spezielles Stickpapier. Daher habe ich einfach zwischen zwei Stofflagen ein Stück Butterbrotpapier gelegt. Die untere Stofflage war nötig, weil der Stoff so dünn war, dass sich durch das Sticken beim ersten Versuch Löcher gebildet haben. Bei einem dickeren Stoff könnte das ggf. überflüssig sein. Anschließend habe ich das Namensschild passend auf die Vorderseite aufgenäht und danach die Innenseite mit der Außenseite vernäht. Dazu legt ihr beide Seiten rechts auf rechts und näht, bis auf eine Wendeöffnung, rundherum. Jetzt das ganze wenden und beide Stofflagen knappkantig absteppen, so lässt sich auch automatisch die Wendeöffnung schließen.

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Jetzt noch alles schön zurecht zuppeln und die Karte einstecken. Ich empfehle, die Karte vorher noch nicht zu beschriften, für den Fall, dass die Hülle doch kleiner wird, als erwartet (wie in meinem Fall 😀 ). Dann noch die Karte entsprechend anpassen. Diese Karte kann man auch gut als Geldgeschenk-Karte nutzen. Dafür kann man fertige Mini-Briefumschläge im Laden kaufen oder sich schnell selbst einen falten und auf die linke Seite kleben.

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Und so sieht die fertige Hochzeitskarte von mir aus:

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Diese Hülle ist ein echtes Unikat. Heike und Knut haben sich sehr gefreut und gefragt, ob sie die Karte aufhängen dürfen 🙂
Statt zur Hochzeit kann man so eine Hülle auch für viele andere Anlässe gestalten, z.B. für Weihnachten, Valentinstag, Geburtstag, Geburt, … Lasst eurer Kreativität freien Lauf. Gerne könnt ihr mir auch Bilder eurer Karten schicken oder als Kommentar beifügen.

 

Partner-Kulturtaschen im Eulen-Design

Partner-Kulturtaschen im Eulen-Design

Wo ich mich gerade thematisch bei den Eulen befinde, möchte ich euch meine süßen Partner-Kulturtaschen nicht vorenthalten.

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Die Kulturtaschen waren ein Geschenk zum Geburtstag meiner Oma diesen Sommer. Aber weil es sich zu zweit mit nur einer Kulturtasche so schwer reist, habe ich sie gleich im Doppelpack genäht.

Der Eulenstoff war bereits für einige Kissenbezüge im Einsatz. Kombiniert habe ich den Stoff mit schlichtem braunen Pünktchenstoff. Als kleinen Hingucker habe ich die Zackenlitze und den Reißverschluss in knalligem Rot ausgewählt.

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Das Innenleben besteht aus beschichtetem Baumwollstoff. Aber auch Wachstuch wäre hier möglich. Das Futter ist aus 1 cm Polsterwatte. Den Tragegriff habe ich dem Eulenstoff genäht. Hierzu benötigt man lediglich ein Bügeleisen. Ein Schrägbandformer ist nicht notwendig bei ein bisschen Fingergeschick.

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Eine Seite der Innentasche ist komplett offen oben. Die andere Seite habe ich in der Mitte vertikal festgenäht, um zwei kleinere Fächer zu erhalten. Aber hier gilt auch: erlaubt ist, wie es gefällt 🙂

Kulturtasche6

Stoffeule als Deko oder als Kissen

Ich wünsche euch vorab erstmal einen schönen Start in die neue Woche. Das Wetter wird langsam schlechter. Das ist gut! Dann ist mehr Zeit zum Nähen 😉

Heute möchte ich euch meine kleine Eule zeigen. Sie steht bei uns auf der Festerbank und schaut mit den großen Kulleraugen, was so los ist den ganzen Tag. Den Entwurf dazu habe ich selbst gezeichnet. Dabei könnt ihr die Größe beliebig wählen. Wichtig ist nur, dass ihr euch eine vertikale Mittellinie zieht, an der ihr die beiden Seiten spiegelt. Würde man das Zeichenpapier also entlang dieser Linie falten, wären beide Seiten identisch oder auch deckungsgleich. Ich habe anschließend die Zeichnung mit dem Kopierer auf verschiedene Größen verändert. So würde sich eine Vergrößerung auf DIN A3 ganz gut als Vorlage für ein Kissen eignen. Bedenkt bitte, dass die Eule nachher kleiner als die Vorlage wird, da ihr sie ja noch stopfen müsst. Für mehr Standfestigkeit eurer Eule könnt ihr den Boden abnähen, wie zum Beispiel bei einem Utensilo oder einer Kulturtasche. Dabei gehen jedoch wieder ein paar Zentimeter Größe verloren.Viel Spaß bei Ausprobieren 🙂 !

Eule1

Meine Eule hat eine Größe von ca. 14 cm bekommen. Die Augen und der Schnabel sind aus Filz. Gestopft ist sie mit Autopolier-Watte.

Eulen-Kissen 2.0

Meine Großeltern haben einen kleinen Eulen-Tick, ganz besonders meine Oma. Oder mein Opa? Beide eben 🙂

Da habe ich zur Überraschung zwei Kissenhüllen genäht. Ein Kissen für jeden, damit es keinen Streit gibt. Dass das eine gute Idee war, habe ich schnell gesehen. Aber zuerst zu den Kissen:

Eulenkissen3

Meine Großeltern haben eine dunkle Ledercouch. Daher musste es ein heller Stoff sein. Der cremefarbene Eulenstoff gefiel mir auf Anhieb. Passend dazu gab es entsprechenden Pünktchenstoff (beide Stoffe gibt es auch in rosa und hellblau). Die Hüllen sind mit Hotelverschluss. Die Rückseiten sind identisch mit den Vorderseiten, also auch zweifarbig. Als Highlight habe ich eine braune Zackenlitze ausgesucht.

Und dann kam die Übergabe der Kissen. So schnell konnte ich gar nicht gucken, da verwand mein Opa schon mit seinem Kissen unterm Arm in sein Arbeitszimmer. Seine Worte waren ähnlich wie „das ist meins“, schwupp, weg. Das Kissen meiner Oma hat aber tatsächlich einen Platz auf der Couch bekommen, wofür es ja eigentlich vorgesehen war 😉

meine erste Kissenhülle – Eulenkissen mit Hotelverschluss

Besonders stolz war ich auf meine allererste Kissenhülle. Wenn man noch nie eine Kissenhülle genäht hat, ist einem vielleicht auch nicht ganz bewusst, wie genau der Stoff geschnitten und vernäht werden muss. So wie mir 🙂

Kissenhüllen mit Hotelverschluss sind eigentlich gar nicht so schwer. Aber nachdem ich den Stoff rundherum versäubert hatte und anschließend abgesteckt hatte, waren die benötigten Maße ganz schön knapp geworden. Ich brauchte anfangs sehr lang für diese Hülle. Musste ständig nachmessen, ob meine 40 x 40 cm Kissenfüllung noch hinein passt. Am Ende ist alles geglückt. Und die erste Hülle habe ich meinem Mann geschenkt 🙂

Eulenkissen1